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doener

Unter der Bezeichnung carried interest “loophole” wurde ein rechtliches Schlupfloch in der US-amerikanischer Steuergesetzgebung bekannt, das es einigen wohlhabenden Geschäftsleuten erlaubt, weniger Steuern zu zahlen als es ihre Angestellten tun. Da „Carried Interest“ nur mit Kapitalertragsteuer von bis zu 20 % (Stand 12/2017) belegt wird, aber gewöhnliches Einkommen in den USA zur gleichen Zeit mit Einkommenssteuer von bis zu 39,6 % Spitzensteuersatz belegt wurde, ersparen sich Berufsgruppen, deren Einkommen zu bedeutenden Teilen aus „Carried Interest“ besteht, einen großen Teil an Einkommenssteuer.[1]

US-Präsident Donald Trump hatte im Zuge seiner Kandidatur 2015/2016 das Schließen dieses Schlupfloches versprochen, scheiterte jedoch 2017 nach Ansicht von Beobachtern an massiven Lobbyismus der Finanzindustrie bei der Umsetzung. Diese hatte erfolgreich mehrere Abgeordnete und Finanzminister Steven Mnuchin auf ihre Seite gezogen, indem man den angeblichen Nutzen der niedrigen „Carried Interest“-Besteuerung für langfristige Investitionen in die US-Wirtschaft und damit für den Erhalt von Arbeitsplätzen betonte.[1]

https://de.wikipedia.org/wiki/Carried_Interest

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